1995: Das Testament des Hundes

oder
Das Spiel von unserer lieben Frau der Mitleidvollen

 

Das Testament des Hundes

von:
Ariano Suassuna
Regie:
Reto Stadler
Produktion:
Hansueli Lusti
Zwei schlitzohrige Gesellen bringen mit ihren mehr halb- als wahren Geschichten ein ganzes Dorf durch- und hintereinander und auch seine Ehrwürden, der Bischof bleiben davon nicht verschont. Das erfundene Testament des Hundes von Frau Bäckerin, einer tier- und geldliebenden Möchtegern-Dame, sowie das in lateinischer Sprache zelebrierte Begräbnis des Tieres zeigen auf, dass mit Geld, wenn nicht alles, so doch einiges zu erreichen ist. Das Erscheinen des Räuberhauptmannes Severino in das Dorf hat zur Folge, dass sich die ganze Gesellschaft im Himmel wiederfindet, wo der Teufel, die Mutter Gottes und Christus die Zukunft der einzelnen Figuren aushandeln. Die Einen kommen in die Hölle, die Anderen – es sind noch fünf Plätze frei – ins Fegefeuer. Eine der Hauptgestalten wird auf die Erde zurückgeschickt, wo sie sich befleissigt, ein besserer Mensch zu sein.

Die Figuren des Stückes sind von Suassuna mit viel Liebe skizziert, und man kann keinem von ihnen böse sein, sondern verfolgt ihre Schicksale voller Mitgefühl. Ein Volksstück mit sehr viel Humor und Warmherzigkeit.

Aufführungen: 24. November bis 9. Dezember 1995
Depot Hardturm, Zürich
Mitspielende: Hanswurst Reto Stadler
João Grillo Hansueli Lusti
Chico Babs Briner
Pater João Hans-Peter Hubmann
Küster Reto Staub
Major Antonio Morais Guido Gmür
Die Frau des Bäckers Regula Suter-Droz
Der Bäcker Benedikt Zahno
Der Bischof Guido Gmür
Ein Mönch Monika Müller
Severino, der Räuberhauptmann Hermann Isele
Ein Räuber Daniel Hirs
Der Dämon Monika Müller
Der Teufel Reto Rufer
Manuel Jürgen Bouli
Unsere Liebe Frau Benita Millius